VALIE EXPORT Werke nach Kategorie

"the voice as performance, act and body"

Performance, THE PAIN OF UTOPIA, DER SCHMERZ DER UTOPIE


La Biennale di Venezia, 52. Esposizione Internazionale d'Arte / 52nd International Art Exhibition. Pensa  con i sensi - sensi con la mente. L'arte al presente / Think with the Senses - Feel with the Mind. Art in the Present Tense
Arsenale, Venezia 2007

Die widerspenstige Stimme, die gespaltene Stimme. Die Stimme ist Suture, die Stimme ist Naht, die Stimme ist Schnitt, die Stimme ist Riß, die Stimme ist meine Identität, sie ist nicht Körper oder Geist, sie ist nicht Sprache oder Bild, sie ist Zeichen, sie ist Zeichen der Bilder, sie ist ein Zeichen der Sinnlichkeit. Sie ist ein Zeichen der Symbole, sie ist Grenze. Sie spricht den „gespaltenen Körper.", sie ist in der Kleidung des Körpers verborgen, sie ist immer woanders. Der Lebensatem ist ihre Quelle...... ... weiterlesen

© VALIE EXPORT Ausschnitt aus dem gesprochenen Text, 2007

2007

Restringierter Code

Performance, Video - Performance

1979

I (BEAT (IT))

„Motto: Das Leben ist in unseren Händen, auch wenn wir gleiten und uns schwer darin bewegen, aber schlagen wir nicht dagegen, so werden wir verschwinden.“
Kurator/in: Fotos: Dietmar Kirves (Berlin), Robert Fleck, Lotte Hendrich Hassmann (Wien)
1978

HOMO METER II

Straßenaktion

Die Aktion fand 2 Mal statt: Einmal allein mit VALIE EXPORT, fotografisch dokumentiert; und ein 2. Mal für Videoproduktion zusammen mit anderen Akteuren (Monika Hubmann, Zuckriegl)
1976

DELTA. Ein Stück

Persona Performance 1976/1977

Ein Drama im Kontinuum der Verstörung in der zwischengeschlechtlichen Zweierbeziehung
1976

Diszission. Geteiltes Selbst

Vorstudien zu einer Aktion im Freien, die nicht ausgeführt wurde

1976

ASEMIE – die Unfähigkeit sich durch Mienenspiel ausdrücken zu können

1977 schreibt VALIE EXPORT auf dem Erläuterungszettel zum Video in der Ausstellung Körpersplitter (Galerie Nächst St. Stephan Wien) zur Aktion u.a. als Materialangabe „lebender Vogel“, was ihr nach einem entsprechenden Bericht in der Kronenzeitung (Staberl), demzufolge sie mehrere lebendige Vögel mit flüssigem Wachs übergossen haben soll, bis diese erstickt seien, eine Klage wegen Tierquälerei einbringt.

Nach dem sie sich aber auf die Verfahren von Trick und Schnittechnik während der Erstellung des Bandes berufen kann, wird sie von der Schuld freigesprochen. Die Prozeßunterlagen sind im Archiv der Künstlerin vorhanden.
1973

Metallene Gesten

Körper - Aktion, PARIS VALIE

"METALLENE GESTEN" Ich trinke das Glas Wasser in der Sommerhitze ich rinne den Schweiß zwischen meinen Füßen und verstehe kein Wort von deinem Gesicht es ist kalt und ein Körper steht mir zur Seite und ich gebe dein Glas weiter und deine Hitze kann nur meine Hitze sein. Warum sollte ich ein Meer trinken wenn ich das Leben nicht verstehe. Feb. 1973 „METALLENE GESTEN", 1973
Meine letzten Arbeiten beschäftigen sich mit der visuellen Notation psychischer Inhalte. Körperhaltungen und Anordnungen des Körpers mit seiner Umgebung sollen Emotionen weiterleiten.

Diese Körpersprache durch Körperhaltungen ist eine Sprache gleichsam immaterieller psychischer Prozesse, die zurückreicht bis zu den frühesten Erlebnissen und Erfahrungsformen der Menschheit. Freude, Hoffnung usw. als elementare menschliche Bedürfnisse bzw. deren Deformationen: Angst, Isolation usw. werden wieder zu den unmittelbaren Mitteilungen, die so wichtig für unser Leben sind.“
(V.E. zit. nach Filmographie in „Körpersprache - Bodylanguage, pfirsich 9/10, Steirischer Herbst, Graz 1973)
1973

SCHRIFTZEICHEN /SCHREIBVERSUCHE

Schrift - Performance

In diese angstvolle Wirrnis der körperlichen Erfahrungen schiebt sich das hysterische Syndrom: Verdoppelung des Körpers und Bildung eines alter ego , in dem das Subjekt wie in einem Spiegel die Gedanken, Wünsche und Gesten abliest, von denen die dämonische Doppelgänger es von vornherein enteignet; hysterisches Aufspalten, bei dem anästhesierte oder paralysierte Elemente der Gesamterfahrung des Körpers entzogen werden; Phobie – Angst vor Gegenständen, deren phantasmatische Drohungen, für den Kranken, auf die Integrität seines Körpers abzielen.

Michel Foucault, Psychologie und Geisteskrankheit, S 38




Blatt 1
Mit beiden Händen gleichzeitig geschrieben Konzentration auf rechte Hand

Blatt  2
Mit beiden Händen gleichzeitig geschrieben Konzentration auf linke Hand

Blatt  3
Nach Diktat mit beiden Händen gleichzeitig geschrieben

Blatt 4
Nach Diktat mit beiden Händen gleichzeitig blind geschrieben

Blatt  5
Text zuerst mit der linken Hand dann mit der rechten Hand aus dem Buch gepaust
1973

I AM BEATEN

Körper Interaktion

1973

MAIL ART

1973/1975

Durchführung: Hermann Hendrich
„Hermann Hendrich nahm stellvertetend Post und Zusendungen entgegen und hat sie - in seiner besten Annahme - in meinem Sinn beantwortet. Die Entscheidung war für mich bindend, Kunst=Verantwortung“ (V.E.Archiv)
1973

HYPERBULIE

Body Performance, Körperaktion

Hyperbulie, 1973
Video, 7 Min., s/w
(Transfer auf DVD 2003) Dokumentation der gleichnamigen  Körperaktion im Studio VALIE EXPORT, Wien 1973
Kamera: Hermann Hendrich, Schnitt: VALIE EXPORT, Performerin: VALIE EXPORT
1973

KAUSALGIE

Körper - Material - Interaktion, Körperaktion

1973

Blutwärme

Aktion am Meer

„BLUTWÄRME - VEREINIGUNG = LEBEN
BLUT, BENZIN, SAND, MEER ....
LEBEN, TOD
MANN + FRAU“
1973

Adjungierte Dislokationen II

Video Performance, Raum - Ton Installation, 1973/1978

„Dislokation: räumliche Verteilung, Lageveränderung; adjungiert: Beifügung, Zuerkennung, von dem was auseinander gilt. Das verhalten des Menschen im Raum und zum Raum, sowohl als auch die Artikulation von Raumbeziehungen zwischen Subjekt - Objekt - Umgebung.“ (Text aus Kat. Trans-Territorien, Salzburg 1998)
Erstaufführung der Video Performance:
pro musica nova, 1978 (4.- 10. Mai 1978)
1973

EROS/ION

„Eine semantische Analyse durch eine Körperdemonstration. Der nackte Körper rollt zuerst in zerbrochenem Glas und dann auf einer Glasplatte.“ (V.E. zit. nach Filmographie in „Körpersprache - Bodylanguage, pfirsich 9/10, Steirischer Herbst, Graz 1973) „ich wälze mich zuerst in zerbrochenem glas und dann auf einer glasplatte. gleiches material evoziert gleiche bedeutung.

zustandsänderungen des materials ändern auch die bedeutung des materials. glas als scheibe bedeutet: transparenz. glas als scherben bedeutet: läsion. dieser minimalen varianz entspringt auch der kunstcharakter, der erkenntnischarakter ist.“ (V.E., Archiv)
Kurator/in: Fotos: Inge Werth (Frankfurt), Mel Clay (London)
1971

Kontext - Variationen: Zustandsveränderungen - Bedeutungsveränderungen

Material - Aktion, Foto Performance, Foto Installation 1970/1971

1970

Split Reality

„1967 projekt einer demonstration: eine schallplatte wird, für das publikum unhörbar, gespielt. ich höre sie ab mit kopfhörern und singe dem publikum vor. (strangers in the night, sinatra). reproduktion der reproduktion qua unmittelbarkeit.“ „valie ist auf dem tv-schirm des video monitors (nur ihr kopf). sie trägt kopfhörer und singt das lied, das sie darin hört (strangers in the night). ihr gesang ist zu hören. vor dem monitor steht ein plattenspieler, auf dem die platte „strangers in the night“ läuft, ihr ton ist nicht zu hören.

realisiert in London, Sept. 1970. new arts lab, 1. int. Underground Film Festival. während der Vorführung Apparatur zusammengebrochen.“ (V.E., Archiv) „Vor einem Video-Set wird eine Schallplatte mittels Plattenspieler gespielt. Der Ton ist abgedreht, die Platte unhörbar. Im Monitor ist zu sehen, wie ich diese mit Kopfhörer abhöre und synchron zur Platte singe". Arts lab 1970 (V.E., Archiv)
1970

Body Sign Action

Farbtätowierung eines Strumpfbandes auf den Oberschenkel

„body sign action zeigt das buch als extension des menschen bzw den menschen als symbol- und informationsträger für andere menschen. auch der mensch ist ein medium der kommunikation, wie das kino.“ (V.E., Archiv)
1970

Genitalpanik

VALIE EXPORT auf Einladung des undependent film center zu Gast in München - Aufführung der Performance "Genitalpanik" Frank Skinner in Unlock Art: Bringing Performance Art to Life - Video
22.04.1969

KRIEGSKUNSTFELDZUG im rahmen der „Underground Explosion“ / „W.I.R. sind W.A.R.“

Auspeitschung des Publikums im Rahmen des Kriegskunstfeldzuges, Undergroundexplosion, München, Zirkus Krone, 1969; (c) Foto: Werner Schulz  
1969

die süße nummer: ein friedliches konsumerlebnis

Aktions - Text, Konsum - Literatur, Foto - Aktion

1968

TAPP und TASTKINO

1. TAPP- UND TASTFILM 1. STRASSENFILM 1. MOBILER FILM 1. ECHTER FRAUENFILM „Tumulte nach der Preisverleihung Nicht nur zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Jungfilmergruppen, sondern auch zu einer regelrechten Schlägerei kam es dann im Anschluß an die Verkündigung der Preise.Im Mittelpunkt der Juror Peter Weibel und der Schweizer Regisseur Georg Radanovicz. Das Handgemenge hatte Valie Export hervorgerufen, als sie ihre exhibitionistische Farce des „Tapp- und Tastfilms“ demonstrierte.“ (in: Österreichische Film- und Kinozeitung, 22. Jg., 16.11.68) „Extremes Glanzstück der Exhibition: „1/5 Minute“, ein Werk VALIE EXPORTS, der „erste Tapp- und Tastfilm“ und zugleich auch der erste wirkliche Film von und mit einer und über eine Frau“. Schon im Foyer und auf der Straße gedenkt VALIE, künstlerisch zu wirken - mit einem Plastikrahmen vor dem Oberkörper. Der Rahmen ist mit Stoffstreifen bespannt. VALIE über den Zweck und Sinn des Unternehmens, das möglicherweise in die Entstehung einer Tapp-Familie ausarten könnte: „Die Frau ist ein zentrales Thema des Films. Der Film aber muß aus dem Kino heraus, ins Volk gebracht werden. Außerdem ist das besser als die derzeit gängigen Produkte des Kommerzfilms. Der Kommerzfilm bietet Surrogate, wir bieten wirklich etwas. Noch dazu ist die Butalität dieser Exhibition ein wirksames Mittel gegen den grassierenden Voyeurismus.“ (Ausschnitt aus „Tapp, tapp, ein Film / „Austria Filmmakers Cooperative“ in München beliebt und zu Gast“, in: Peter Hajek: von Film zu Film, Kurier 12.11.68, 1. Ausgabe)

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1968

Sehtext: Fingergedicht

Video-Poem, Video - Gedicht 1968/1973

1968

Aus der Mappe der Hundigkeit

communication action gemeinsam mit Peter Weibel

1968

Genitalpanik / Hose

erstmalige Präsentation der Genitalpanik / Hose und der Vitrinenzusammenstellung (Vitrine 53) innerhalb der Einzelausstellung VALIE EXPORT Archiv, Kunsthaus Bregenz, 29.10.2011-22.01.2012 (Katalog)

weitere Ausstellungen:
MUMOK Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien. Reflecting Fashion, 15.06.2012-23.09.2012 (Katalog)
1968/69