VALIE EXPORT Werke A-Z

Die Liste ist chronologisch absteigend sortiert.
 
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Alle

Anagrammatische Komposition mit Würfelspiel (nach W.A. Mozart, Klavier) für Sopransaxophon von VALIE EXPORT

permanente Installation, Theater an der Wien, Wien

Anagrammatische  Komposition mit Würfelspiel: Meine Diagramme, meine Aufzeichnungen, Vorarbeiten für das Kunstwerk, meine gewürfelten Zahlenaufzeichnungen: In einem langen, intensiven Zeitprozess, bis 2010, wurde die Komposition von mir gewürfelt, die verschiedenen Abläufe in unterschiedlichen Aufzeichnungen auf Papier notiert. Diese Aufzeichnungen habe ich auf das Schema, Diagram der Zahlentafel von W.A. Mozart übertragen. Die Transposition von Klavier  für Sopransaxophon wurde  von Gerald  Preinfalk durch geführt. Die ineinander zusammengefügten Zahlendiagramme und die Klangaufzeichnungen Sopransaxophon habe ich als Anagramm für die gläsernen Notenblätter gestaltet, wobei die gläserner Notenblätter, unterschiedlich groß, unterschiedlich zueinander gefaltet wurden, deshalb "Anagrammatische Komposition ".
(Archiv VALIE EXPORT)
2010

Anagrammatische Komposition mit Würfelspiel (nach W.A. Mozart, Klavier) für Sopransaxophon von VALIE EXPORT, Video

Video

Anagrammatische  Komposition mit Würfelspiel: Konzept/Performerin/Montage: VALIE EXPORT
Bearbeitung und Einspielung Sopransaxophon: Gerald Preinfalk
Ton-Aufnahmeleitung: David Blabensteiner
Kamera/Set/Montage: Xaver Challupner
Produktion: VALIE EXPORT Filmproduktion Wien
2010

Anagramatic Body

Text- Laserinstallation, Akustische Installation Wanne mit Altöl, Laserprojektion von Schrift auf schwarzes Öl in vier Becken, akustische Installation: Sprachkassette mit glossalischen Texten

Anagramatic Body Der Körper - ein Satz, zerbrochen in Fragmente, eine endlose Kette von Anagrammen, Abbilder einer Realität die nicht für alle dieselbe Wirklichkeit ist, Meprobamate - Sedabamate in angstvoller Obsession der körperlichen Erfahrung, die Unbestimmtheit, die Ambivalenz, die bloße Virtualität als phantasmatische Drohung Adapin - Elavil Der Mensch löst sich vom Körper und von den Bildern des Körpers, eine vertraute Thematik kehrt wieder.

Die Identifizierung des Selbst mit dem Körper, die Grenzen, die Ausdehnung des Ichs in den Raum und der gleichzeitige Ich-Verlust, das Bewußtsein der Leere und des Nichts. Die Schnitte in der Haut sind keine Verletzungen, ein hysterisches aufspalten. Amitril - Tranxene Worte zerkratzen die Ufer meines Mundes Desipramine Der Körper - ein Komplize des Realen, die Erfahrung des Körpers als Grenze.
1994

Aura - walking feets

Video - Film - Installation, 1990/1997

Installationsangaben:
Ein Projektor wirft einen Film gehender Füße auf 6 Windschutzscheiben in Folge, die auf dem Boden stehen.
1. Version (Split Reality 1997, MMK Wien): mit Super 8 mm Film-Projektion.
2. Version (2000, Paley Gallery Philadelphia): mit Video Projektion. Abbildungen:
1) VALIE EXPORRT. Split Reality, MMK Wien
2) VALIE EXPORT. Zeit und Gegenzeit, Museion, Bozen
1990

ATOPON - Nicht-Ort

Installation, Foto - Objekt

1990

Adjungierte Dislokationen III

Videoskulptur, Video Installation, 1978/1996

Installation mit rotierenden Video-Kameras montiert auf einer Deckenkonstruktion, Seitenwände mit vertikalen, diagonalen, horizontalen schwarz/weiß Streifen, angelehnt an den Aufbau von 1978, aber ohne Toninstallation.
1978

Adjungierte Dislokationen

Stellung im Raum mit zwei am Körper montierten S8mm-Kameras

„Zugeordnete Bestimmung (Tangenten) zum nächstzugeordneten Begriff (Raum) /Zusammensetzung von Aussagen/ Bewegungen `oder´/ `entweder oder´. Der Zuschauer erfährt den Raum durch die jeweils entgegengesetzten Aufnahmen der Kamera. Zwischen diesen Bildern A, B befindet sich der Körper, der unsichtbar ist, den Raum durchschneidend.“ (Konzeptblatt Generali / Wien)    
„wie man kamera mit sich trägt so trägt man raum mit sich" 1. mittelpunkt „raum“ körper nicht sichtbar 2. körper = mittelpunkt = werkzeug“ (Archiv V.E.)
1973

ASEMIE – die Unfähigkeit sich durch Mienenspiel ausdrücken zu können

1977 schreibt VALIE EXPORT auf dem Erläuterungszettel zum Video in der Ausstellung Körpersplitter (Galerie Nächst St. Stephan Wien) zur Aktion u.a. als Materialangabe „lebender Vogel“, was ihr nach einem entsprechenden Bericht in der Kronenzeitung (Staberl), demzufolge sie mehrere lebendige Vögel mit flüssigem Wachs übergossen haben soll, bis diese erstickt seien, eine Klage wegen Tierquälerei einbringt.

Nach dem sie sich aber auf die Verfahren von Trick und Schnittechnik während der Erstellung des Bandes berufen kann, wird sie von der Schuld freigesprochen. Die Prozeßunterlagen sind im Archiv der Künstlerin vorhanden.
1973

Adjungierte Dislokationen II

Video Performance, Raum - Ton Installation, 1973/1978

„Dislokation: räumliche Verteilung, Lageveränderung; adjungiert: Beifügung, Zuerkennung, von dem was auseinander gilt. Das verhalten des Menschen im Raum und zum Raum, sowohl als auch die Artikulation von Raumbeziehungen zwischen Subjekt - Objekt - Umgebung.“ (Text aus Kat. Trans-Territorien, Salzburg 1998)
Erstaufführung der Video Performance:
pro musica nova, 1978 (4.- 10. Mai 1978)
1973

auf und ab

Real - Text, Konkretes Gedicht

1973

AUTOHYPNOSE

Video Aktion, Video Installation

„Durch Abschreiten eines bestimmten Codes, dargestellt durch ein Zeichen- und Wortsystem am Boden wird durch ein Signal der Videorecorder eingeschaltet, der durch eine Videobandschleife ein Tonbild erzeugt: Es zeigt eine dem Betrachter zujubelnde Menschenmenge.“ „Die sozialtherapeutische Dimension von Videosystemen, die technologisch gesprochen im feedback (Rückkoppelung) beruht, psychologisch angewendet in der beobachtung des eigenen Verhaltens,

kommt hier in der Darstellung lernpsychologischer Matrixen zum Ausdruck: Bestrafung und Belohnung, Desensibilisierung und Reinforcement eines Verhaltens als Schritte, zwischen Gedanken und Tat jene Linie zu verfolgen, die durch den sozialen Code die soziale Anpassung garantiert. Tat - Wirklichkeit - Selbsthypnose.“ (V.E., Archiv)
1969

auf + ab + an + zu

expanded movie, Filmaktion, aktive Leinwand, Film als bedingter Reflex, Heimfilm, Film Installation

„Was am Zelluloid abgedeckt wurde, wird real auf der Leinwand durch Zeichen wieder sichtbar gemacht.“
(V.E. zit. nach Filmographie in „Körpersprache - Bodylanguage, pfirsich 9/10, Steirischer Herbst, Graz 1973) ...
1968

Aus der Mappe der Hundigkeit

communication action gemeinsam mit Peter Weibel

1968

Abstract Film No. 1

„es gibt kein Original, deshalb auch keine Kopie“ (V.E.) „Hier werden abstrakte Zeichen erzeugt durch konkrete Materialien, wird zwischen Natur und Zeichen nicht unterschieden.“
(V.E. zit. nach Filmographie in „Körpersprache - Bodylanguage, pfirsich 9/10, Steirischer Herbst, Graz 1973)

„Reflexionsgesetz von Wellen. Halbschatten durch ausgedehnte Lichtquelle. Huygerssches Prinzip. Unschärfe. Beleuchtungsstärke in einer Fläche (Leinwand) nimmt mit dem Kehrwert des Quadrates ihres Abstandes von der Lichtquelle ab.“ (V.E. & P.W. zit. n. `Film als Film´ 1978, S. 198)
1967